Stoffwindel Einlagen nähen mit der Nähmaschine

Zorb 3D Einlage

Im heutigen Beitrag zeige ich dir, wie du deine Stoffwindel Einlagen ganz einfach selber nähen kannst. Die Schnittmuster, wie wir sie auch für unsere Boo&Boo Einlagen verwenden, kannst du hier herunterladen. In dieser Übersicht hier kannst du außerdem nachlesen, welches Saugmaterial sich für deinen Zweck am besten eignet. Los geht´s!

Schnittmuster ausdrucken & vorbereiten

Schnittmuster ausdrucken

Falls du unser Schnittmuster verwenden möchtest, musst du es zunächst ausdrucken. Achte darauf, dass die Seite im Druckermenü auf „tatsächliche Größe“ eingestellt ist und im Bereich Ausrichtung „Hoch-/ Querformat“ automatisch ausgewählt ist. Anschließend musst du das Schnittmuster nur noch zusammenkleben. Orientiere dich dabei an der fetten schwarzen Linie. Diese Linien müssen übereinanderliegen. Der Überlappungsbereich wird immer von einer Seite abgeschnitten und auf der anderen Seite geklebt.

Zuschnitt

Anschließend schneidest du dein Saugmaterial zu. Im Schnittmuster ist bereits 0,7cm (füsschenbreit) Nahtzugabe enthalten. Die innere Linie ist ohne Nahtzugabe. Wie viele Lagen du für deine Einlage benötigst ist abhängig vom Saugvolumen deines Stoffes, der Pieselmenge deines Kindes und letztlich auch davon, wie du die Einlagen kombinieren möchtest. An dieser Stelle möchte ich nochmal auf meinen Überblick über die Saugmaterialien verweisen, der dir hoffentlich ein wenig weiterhilft.

Stapeln

Für meine Einlage habe ich als Außenstoff einen bunten Bambusfrottee gewählt. Innen verwende ich drei Lagen Hanf-Fleece.

Lege nun einen deiner beiden Außenstoffe mit der linken Seite auf den Tisch. Die rechte Seite zeigt zu dir. Darauf legst du jetzt rechts auf rechts den zweiten Außenstoff. Die linke Seite des zweiten Außenstoffe zeigt jetzt zu dir. Auf diesen Stapel kommen nun alle weiteren Lagen. Fixiere alles mit ein paar Stecknadeln.

Das Nähen selbst geht jetzt ruckzuck und braucht nicht viel Erklärung:

Nähen

…Einlage füsschenbreit mit einem Geradstich (Stichlänge 2,5-3) absteppen, dabei ene ausreichend große Wendeöffnung stehen lassen. Die Naht wird am Anfang und Ende gut verriegelt.

Wenden

…Nahtzugabe zurück schneiden. Achtung! Im Bereich der Wendeöffnung muss die Nahtzugabe stehen bleiben. Anschließend Einlage wenden, so dass die äußeren Lagen nach außen zeigen

Absteppen

…Nahtzugabe nach Innen schlagen

.. rundherum mit Geradstich (Stichlänge 2,5-3) absteppen. Am Anfang und Ende verriegeln

Zum Schluss kannst du noch eine weitere Naht ca. 2 cm innerhalb der Steppnaht setzen. Diese gibt der Einlage mehr Stabilität und verhindert, dass sich die Einlage in sich verzieht.

Ein paar Worte zu den verschiedenen Formen

Onesize- oder Standard Einlage

Standard Einlagen sind die wohl am häufigsten verwendeten Einlagen. Diese Variante kannst du nähen, wenn du vorhast, die Einlagen mit anderen Einlagen zu kombinieren oder du kurze Wickelintervalle planst. Diese Größe kannst du auch wählen, wenn du Booster nähen möchtest. Das sind dünnere „Verstärkungen“, die eine bestehende Einlage ergänzen, aber eben schlanker als eine vollwertige Einlage sind, weil sie weniger Lagen aufweisen.

Die lange Einlage

Die lange Einlage bietet sich an, wenn du einen Vielpiesler hast, bei dem eine normale Einlage nicht ausreicht. Die lange Einlage ist dünner als Standard -Einlagen und trocknet dadurch schneller.  Ein weiterer Vorteil: Die Einlage kann bei Bedarf auch so gefaltet werden, dass sich das meiste Saugmaterial genau dort befindet, wo es benötigt wird. Beim Mädels ist das in der Regel oft in der Mitte, bei Jungs und Bauchschläfern oft im vorderen Bereich der Windel. Die Einlage kann aber auch einfach in der Mitte gefaltet werden und passt dann perfekt in die Preffluff Babysize.

Die konturierte Einlage

Die konturierte oder anatomische Einlage ist im Schritt schmaler und somit recht angenehm zu tragen. Durch die Verbreiterung im vorderen und hinteren Teil der Windeln kommt etwas mehr Saugmaterial unter, ohne dass dabei die Windel an Dicke zunimmt. Das Zuschneiden ist allerdings etwas aufwendiger als bei geraden Einlagen. Um den Stoff ideal auszunutzen müssen die verschiedenen Lagen versetzt zugeschnitten werden.